Vereinsgrundsätze der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Oberstadt e.V

(Verabschiedet durch die Mitgliederversammlung am 03.06.2019)

    1. Die Ökumenische Flüchtlingshilfe Oberstadt – ÖFO e.V. ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der sich 2016 aus verschiedenen Flüchtlingsinitiativen christlicher Gemeinden der Mainzer Oberstadt gegründet hat. Mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz, der kirchlichen Flüchtlingshilfe des Bistums Mainz und der Stadt Mainz sowie der finanziellen Unterstützung durch zahlreiche Kirchengemeinden und weiteren UnterstützerInnen fördert und unterstützt die ÖFO e.V. das Ankommen und die nachhaltige Integration der dauerhaft oder vorübergehend in Mainz lebenden Flüchtlinge mit dem Ziel, eine neue Heimat zu finden und ein aktiver Teil unserer pluralen und freiheitlichen demokratischen Gesellschaft zu werden.

    2. Grundlage der Vereinsarbeit sind die Vereinssatzung der ÖFO und die Arbeits- & Geschäftsordnung in ihren jeweils gültigen Fassungen.

    3. Das Engagement der ÖFO e.V. findet in Form der Begleitung, Bildung, Unterstützung und Hilfe für Flüchtlinge statt.  Das Angebot erfolgt in verschiedenen Tätigkeitsfeldern wie Angeboten in Gemeinschaftsunterkünften, im Interkulturellen Bildungs- und Begegnungszentrum Oberstadt (IBBO) sowie in weiteren spezifischen Projekten.
    4. Angebote und Arbeit der ÖFO e.V. orientieren sich am Prinzip „Fördern und Fordern“. Die ÖFO e.V. unterstützt Flüchtlinge dabei, Selbstverantwortung und Eigenständigkeit zu entwickeln.
    5. Jedes Angebot und jede Aktivität der ÖFO e.V. setzt unabdingbar voraus, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die sich hieraus für uns ergebenden Regeln von allen Beteiligten respektiert, beachtet und gelebt werden.

    6. Die Angebote, Projekte und Aktivitäten der ÖFO e.V. sind bedarfsorientiert und werden nach Möglichkeit gemeinsam mit den Geflüchteten entwickelt. Sie werden final durch den Vorstand im Sinne des Satzungszwecks geprüft und genehmigt.

    7. Die ÖFO e.V. ist bereit, alle Menschen als ordentliche Mitglieder aufzunehmen, die sich zur Satzung und zu den Vereinsgrundsätzen bekennen. Die ordentlichen Mitglieder definieren durch ihr Mitwirkungsrecht in der Mitgliederversammlung die Zielsetzung, Ausrichtung und Prinzipien der Vereinsarbeit. Sie wählen den Vorstand, der die Vorgaben der Mitgliederversammlung umsetzt.

    8. Die ordentlichen Mitglieder sind das Rückgrat des Vereins und ermöglichen durch ihr tatkräftiges Engagement die Arbeit des Vereins. Jedes ordentliche Mitglied ist aufgerufen, im Rahmen seiner Möglichkeiten, ehrenamtliche Aufgaben und/oder Verantwortung in einem der Tätigkeitsfelder des Vereins zu übernehmen.

    9. Alle ordentlichen Mitglieder sind eingeladen und aufgefordert, sich im Rahmen der Mitgliederversammlungen an der demokratischen Willensbildung im Verein zu beteiligen.

    10. Der Vorstand als Vereinsorgan führt den Verein und gewährleistet die Einhaltung der Satzungsbestimmungen sowie der in den Mitgliederversammlungen beschlossenen Ziele, Richtlinien und Maßnahmen.

    11. Personen, die die Arbeit und das Engagement der ÖFO finanziell unterstützen möchten, bietet die ÖFO e.V. eine Fördermitgliedschaft in Form einer regelmäßigen finanziellen Unterstützung der ÖFO e.V. an.

    12. Die ÖFO e.V. begrüßt das Engagement jeder aktiven Person und respektiert, dass sich Menschen auch ohne Mitgliedschaft im Rahmen der ÖFO e.V. in der Flüchtlingsarbeit zeitweise engagieren wollen. Zur Sicherstellung der gemeinsamen Zielsetzung sowie aus Verantwortung gegenüber den Geflüchteten und den Trägern der Flüchtlingsarbeit erwarten wir von jeder Person, die sich im Namen der ÖFO e.V. engagiert, dass sie sich in Form einer Selbstverpflichtungserklärung zu den Prinzipien der Arbeit der ÖFO e.V. bekennt und die geforderten Formalien erfüllt.

    13. Alle in der ÖFO e.V. ehrenamtlich aktiven Personen sind in eine verlässliche Struktur mit Ansprechpartnern eingebunden. Für die gemeinsame Arbeit gelten für jeden Arbeitsbereich spezifische Regelungen und Vereinbarungen. Die ÖFO e.V. unterstützt und begleitet die ehrenamtlich aktiven Personen durch regelmäßigen Austausch, fachliche Beratung und – bei Bedarf – Supervision.

    14. Die Zusammenarbeit im Verein und im Vorstand ist von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt. Für grundlegende Entscheidungen zur Arbeit und Zukunft der ÖFO e.V. wird Konsens angestrebt.

    15. Verlässlichkeit auf allen Ebenen und die Einhaltung der einmal getroffenen Absprachen sind Kennzeichen der Zusammenarbeit in der ÖFO e.V..

    16. Um eine stringente Außenwirkung der ÖFO e.V. zu gewährleisten, bedürfen öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und Veröffentlichungen im Namen des Vereins der vorherigen Abstimmung mit dem Vorstand.

    17. Die ÖFO e.V. ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

    18. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.