„Stille Nacht‘‘ im Yalda Fest

„Stille Nacht‘‘ im Yalda Fest

Von Susanna Margaryan

Die Abschlussfeier des Jahres 2019 im IBBO war besonders schön und harmonisch. Die Yalda-Nacht ist eine alte Tradition, die im Iran, Afghanistan und Tadschikistan gefeiert wird. Diese Nacht wird als die längste und dunkelste des Jahres bezeichnet und steht für die Neugeburt des Lichts. Es ist die Nacht der Wintersonnenwende, die bei den Ältesten mit Familie und Freunden verbracht wird. 

Traditionell werden die Räumlichkeiten und Tische besonders prächtig dekoriert, und mit Kerzen ausgeschmückt. Zu diesem Anlass werden vor allem Melonen, Granatäpfel und rote Trauben in luftdichten Tonschalen konserviert. Dazu isst man Backobst. Meist sitzt man um das Korsi und liest aus dem Dīwān (eine Sammelung von Poesien und Prosa) des persischen Dichters Hafis vor.

Wir haben die Yalda- Nacht am 19.12. gefeiert. Unser Mitarbeiter Yama Barna hat den Teilnehmenden das Fest vorgestellt. Es kamen circa 150 Gäste aus verschiedenen Nationen, um diese Nacht mit uns zu verbringen. Dies war besonders beeindruckend, da eine interkulturelle Gemeinschaft entstand. Man erlebte sich in einer authentischen Atmosphäre, die durch Euphorie und Feierlichkeit geprägt wurde. Vor dem Essen tanzten wir einen afghanischen Tanz zu iranischer Musik. Schließlich spielte uns ein iranischer junger Mann das „urdeutsche“ Lied „Stille Nacht‘‘ auf der Geige vor. 

Die Yalda- Nacht im IBBO hat gezeigt, wie bunt und harmonisch ein „östliches“ Fest gelingen kann, gerade dadurch, dass verschiedene  Kulturen mit eingebracht werden. 



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