Idee und Auftrag

Mit IBBO (Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum Oberstadt) hat die ÖFO (Ökumenische Flüchtlingshilfe Oberstadt) ein Projekt geschaffen, das es geflüchteten Menschen ermöglicht, die hiesige Gesellschaft mit ihren Werten und Regeln, ihren Chancen und Risiken besser kennenzulernen. Der Ansatz Flüchtlingshilfe hat sich gewandelt in das Verständnis der Flüchtlingsintegration. Das Projekt widmet sich der nachhaltigen und ganzheitlichen Integration geflüchteter Menschen in die deutsche Gesellschaft.

Im Mittelpunkt steht die Arbeitsmarktintegration. Zum Angebot gehört die Ermittlung von beruflichen Interessen der Geflüchteten, Erstellung von kompletten Bewerbungsunterlagen, Festlegung eines beruflichen Ziels, Unterstützung bei Formalitäten, Begleitung zum Ämtern, Vermittlung in Praktika und Ausbildung, berufspädagogische Unterstützung in Praktika und Ausbildung, Erkennung von Potenzialen der Geflüchteten und weitere Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt.
Da die berufliche Integration ein wichtiges Aufgabengebiet ist, hat sich die ÖFO e.V. beim Amt für soziale Leistung für die Flüchtlingsintegrationsmaßnahme (FIM) beworben. Seit Juni 2017 begleiten wir 10 geflüchtete Personen als FIM-Teilnehmer. Die ÖFO e.V. ist der erste externe FIM-Träger in Mainz. Dank dieser Integrationsmaßnahme können wir die geflüchteten Menschen an uns stärker binden bzw. begleiten, beobachten und somit gezielter an den Arbeitsmarkt heranführen.
Parallel wird Sprachvermittlung angeboten. Neben dem Erwerb der deutschen Sprache geht es um die soziale Einbindung der geflüchteten Menschen in das einheimische Umfeld.
Einerseits zeigen wir unser Interesse an der aus dem Herkunftsland mitgebrachten sprachlich-kulturellen Prägung der geflüchteten Menschen und gewinnen dadurch ihr Vertrauen; andererseits ermöglicht uns dieses gewonnene Vertrauen die Heranführung der kulturell anders geprägten Menschen an die in Deutschland üblichen Regeln und Werte.