Frauenmuseum Wiesbaden widmet sich den Frauenrechten

Frauenmuseum Wiesbaden widmet sich den Frauenrechten

30.08.2019

Frauenmuseum Wiesbaden widmet sich den Frauenrechten

Die Besichtigung des Frauenmuseums Wiesbaden ist einer der kulturellen Programmpunkte  des Interkulturellen Bildungs- und Begegnungszentrums – kurz IBBO. Elf Frauen und zwei Männer besuchten am 29.08.2019 erstmals das Frauenmuseum und haben das Thema des Erkämpfens der Frauenrechte in Deutschland aus der Nähe kennengelernt.

Kim Engels (Vorstand des Frauenmuseums) hat unsere Gruppe begleitet und die Ausstellungen auf drei Stockwerken des Frauenmuseums sehr deutlich und artistisch erläutert. Es war ein langer, schwerer Weg bis sich die Bezeichnung Person in Deutschland etabliert hat. Vorher existierte übergreifend die Bezeichnung ‚‘‘Mann‘‘. Mittlerweile werden Frauen nicht mehr abwertend als Weiber bezeichnet.

Die alten Exponate waren fast aus allen Kontinenten. Sie haben über die Göttinnen und über die Weisheit in der alten Zeit erzählt. Die Exponate, die im zweiten Stockwerk zu sehen waren, haben  Selbstbewusstsein und die zielstrebige Kampfähigkeit der Frauen der 1960er Jahren dargestellt. Die Kunstaustellungen im Erdgeschoß zeigen Frauen aus der Welt und ihre Probleme. Dazu gehören z.B. der Kampf gegen Krebs oder auch die Frage wer über eine Abtreibung entscheiden darf. Frauen in anderen Ländern haben damit häufig große Probleme.

Den Besucherinnen und Besuchern des IBBOs wird auch die heutige Tendenz der Frauenrechte ohne Gewalt und das dritte Geschlecht gezeigt. Mit der Istanbul-Konvention wird in manchen Ländern unter anderem die offizielle Einführung eines dritten Geschlechts gefordert.

Besonders die Besucherinnen aus östlichen Ländern haben sich sehr dafür interessiert, wie es die Frauen in Deutschland geschafft haben die Themen wie Abtreibung,  die Gründung eines Frauenhauses und politische Aktivitäten zu etablieren. Bestimmt kann jede Frau für sich eigene Erfahrung und Kenntnisse mit der Situation in ihrem Heimatland vergleichen. Wie es wäre und welche Exponate hätten solche Museum im Kamerun, Afghanistan, Vietnam oder Iran? Wer diese Ausstellung gesehen hat, wird zum Nachdenken angeregt. Auch über die Verhältnisse in der eigenen Heimat.

Susanna Margaryan



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